Problemlösungen für Ihre Raumlufttechnik

Warum bildet sich Kondenswasser an den Fenstern ?

Luft enthält immer Wasser und zwar in Form von unsichtbarem Wasserdampf. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Aus diesem Grund können unter bestimmten Klimaverhältnissen sowohl Glas als auch die Rahmen der Fenster sowie andere Bauteile “schwitzen".

Wir bitten Sie, zwei Versuche zu machen:

  1. Nehmen Sie eine Flasche aus dem Kühlschrank und stellen Sie diese auf den Tisch. Sie werden sehen, dass die Flasche innerhalb kurzer Zeit beschlägt.
     
  2. Brillengläser beschlagen sofort, wenn man von draußen in einen geheizten Raum kommt.

Dies ist dadurch zu erklären, dass warme Luft wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, als kalte. Beim Zusammentreffen der warmen Luft mit einer kühleren Oberfläche kühlt diese Luft ab und diejenige Feuchtigkeitsmenge, die bei der niedrigen Temperatur nicht mehr aufgenommen werden kann, wird dort als Schwitzwasser sichtbar. Diese Erscheinung tritt besonders dann auf, wenn hohe Feuchtigkeit und tiefe Aussentemperaturen zusammenkommen.

Der Nutzung entsprechend tritt hohe Luftfeuchtigkeit vorwiegend in Bädern, Küchen und Schlafräumen auf, aber auch in Wohnräumen, wenn sich darin viele Pflanzen befinden.

Das Schwitzwasser zeigt sich besonders im unteren Bereich der Isolierglasscheibe, wenn die von den Heizungen aufsteigende Warmluft wegen vorstehender Fensterbänke, Vorhänge oder geschlossenen Innenjalousien die Fensterflächen nicht erreichen kann. Voraussetzung, dass diese Erscheinung möglichst nicht auftreten kann, ist richtiges Lüften!

Wie entsteht Feuchtigkeit in der Wohnung ?

In den ersten drei Jahren nach der Baufertigstellung muss die noch in den Bauteilen vorhandene Baufeuchte austrocknen. Aus diesem Grund ist das richtige Wohnverhalten von grosser Bedeutung.

Zusätzlich entsteht auch beim Kochen, Baden, Wäschetrocknen Dampf, und sogar der Mensch selbst “lässt Dampf ab” - während 8 h Schlaf etwa 1 Liter. Insgesamt fallen in einem 4-Personen-Haushalt pro Tag rund 10 Liter Wasser in Form von Dampf an!

Diese anfallende Feuchtigkeit muss hinaus. Verbliebe sie im Haus, wären Schäden an Möbel und Bausubstanz die Folge (abgesehen vom schlechten, ungesunden Wohnklima!).

Wie verhindert man Kondenswasserbildung ?

Es ist sehr einfach, das Rezept lautet: Richtiges Lüften !

Vergessen Sie nicht: frische Luft kann viel besser Wärme speichern als ausgeatmete, feuchte Luft!

Regelmäßiges Lüften von Innenräumen verhindert hohe Luftfeuchtigkeit und damit eventuell auftretendes Pilzwachstum (Schimmelbildung). Dadurch wird die Lebensdauer von Anstrichen, Beschichtungen, Tapeten, Decken- und Wandverkleidungen, Fussbodenbelägen sowie der Einrichtungsgegenstände und Gardinen erhöht.

Während des Lüftens sollten die Fenster weit geöffnet sein (Stoßlüftung); die Heizung wird abgeschaltet. Nach Schliessen der Fenster je nach Nutzung wieder heizen.

Das ständige Offenhalten von Fensterflügeln auch in Kippstellung ist für den Lüftungserfolg nicht ausreichend und erhöht unnötigerweise die Heizkosten.

Die Lüftung muss ausschliesslich mit Aussenluft erfolgen, da kalte Luft immer nur sehr wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Feuchte Raumluft sollte niemals in andere Räume geleitet werden, sondern immer direkt nach außen! Nach dem Schließen der Fenster erwärmt sich die Frischluft infolge der im Baukörper gespeicherten Wärme innerhalb von wenigen Minuten.

Ein beschlagenes Fenster ist das Signal zum Lüften, da die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum zu hoch ist. Durch Lüften sorgen Sie gleichzeitig auch für ein ausgeglichenes Wohnklima.

Ein Tipp zum richtigen Lüften:

Die Lüftungsdauer in der kalten Jahreszeit können Sie selbst sehr einfach kontrollieren:

Wenn Sie das Fenster öffnen, wird sofort die kalte Aussenscheibe des Glases beschlagen. Sobald dieser Beschlag verschwunden und die Glasscheibe wieder blank ist, schliessen Sie Ihr Fenster wieder. Während dieser Zeit ist die verbrauchte Luft ausgetauscht worden, Wände und Mobiliar sind aber noch nicht abgekühlt.

Wie und wo entsteht Schimmel ?

Die Luft enthält zahlreiche Pilzsporen, die sich ähnlich wie Staub auf den Oberflächen von Wänden und Einrichtungsgegenständen absetzen. Weder in der Luft noch auf trockenen Oberflächen finden Pilzsporen Voraussetzungen für ein Wachstum. Werden diese Oberflächen jedoch feucht (durch Kondenswasser, eindringendes Regenwasser, Spritzwasser in Bädern etc.), so beginnen Pilzsporen ein üppiges Wachstum und bilden den sichtbaren Schimmelrasen. Das kritische Niveau für Schimmelwachstum liegt bei 70% relativer Luftfeuchte. Trocknet die Feuchtigkeit wieder ab, hört auch das Schimmelwachstum auf.

Geeignete Nährböden stellen praktisch alle gebräuchlichen Materialien dar: Tapeten, Gips, Dispersionen, Holz begünstigen das Wachstum; Kalk und reine Kalkfarben verzögern es.

Schimmelpilze fallen spätestens dann auf, wenn sie sich wegen veränderter Wachstumsbedingungen anfangen zu verfärben; sie können in den Farbtönen grün, schwarz/grau, rot, gelb etc. vorkommen. Schimmelpilze und ihre Sporen können Auslöser allergischer Reaktionen sein.

Wie kann man Schimmelbildung vermeiden ?

Um die Entstehung von Schimmelpilzen dauerhaft zu verhindern, muss die Feuchtigkeitsursache beseitigt werden. Wirkt die Bekämpfung gegen Schimmel nicht dauerhaft und führt auch das richtige Benutzerverhalten zu keiner Verbesserung, sollte die Bausubstanz einer adäquaten Sanierung unterzogen werden.

Richtiges Lüften reduziert die Luftfeuchtigkeit am wirkungsvollsten.

Selbstverständlich sollte bei hoher Luftfeuchtigkeit keine Wäsche in der Wohnung trocknen.

Maßnahmen in feuchtebelasteten Wohnungen:

Türen von Räumen, in denen viel Wasserdampf freigesetzt wird, sind geschlossen zu halten, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der gesamten Wohnung verteilt!
 
Türen zu kühleren Räumen geschlossen halten, damit sich keine feuchte Luft an kalten Wänden niederschlagen kann!
 
Auch Schlafräume sollten tagsüber temperiert werden (ca. 16-18°C), damit die Raumluft genügend Feuchte aufnehmen kann!
 
Zusätzliche Luftbefeuchtung über Verdunster an den Heizkörpern oder über elektrische Luftbefeuchter sollte unterbleiben!
 
Wäschetrocknen sowie das Aufstellen von übermässig vielen Zimmerpflanzen und Aquarien sollte in schimmelbelasteten Räumen vermieden werden!
 
Möbelstücke sollten nicht an Aussenwänden stehen. Wenn es unvermeidlich ist, dann müssen diese mit ca. 5 - 10 cm Abstand zur Wand aufgestellt und die Sockel mit Lüftungsöffnungen versehen werden!
 
Die Räume, die sich an der Nordseite Ihrer Wohnung befinden, kühlen im Winter besonders stark aus. Achten Sie darauf, dass diese Räume etwas stärker beheizt werden als die südlichen. Sorgen Sie überhaupt dafür, dass sich in Ihrer Wohnung die Temperaturen von Raum zu Raum so gering wie möglich voneinander unterscheiden.

Schimmelpilzbekämpfung:

Von Schimmel befallene Materialien wie Tapeten, Teppichböden oder Holzteile sollten am besten ganz entfernt werden. Zur Beseitigung werden Produkte auf Basis hochgiftiger Verbindungen angeboten, die das Schimmelwachstum unterbinden (erhältlich in Drogerien).

Die befallene Fläche kann jedoch auch mit alten Hausmitteln wie etwa Essigwasser bzw. 5%iger Sodalauge sowie Spiritus gereinigt werden. Mehrmaliges und längeres Einwirken ist oft die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz dieser Mittel. Alkohol eignet sich für Reinigungszwecke, kann aber die Pilzsporen nicht zerstören.

Diese vom Schimmel befreite Stelle muss dann vollständig getrocknet werden bis man die Malerei wieder ausbessert.

Falls man die Ursache der Feuchte nicht behoben hat, wird sich der Schimmel wieder bilden. Aus diesem Grund ist die Feststellung der Ursache für die Schimmelbildung sehr wichtig !

SHK P.Schäfer GmbH

Hattersheimer Strasse 31
65719 Hofheim / Taunus

Telefon 06192-24613
Telefax 06192 -24516

E-Mail: info@shk-hofheim.de